Motofone F3 (Motorola)

"Weniger ist mehr" sagt Motorola selbst über das Motofone F3.

Ich habe das Motofone F3 jetzt ungefähr drei Wochen und möchte mal meine Erfahrungen schildern. Am ersten Tag habe ich das F3 nach 2 Stunden wieder abgestellt, und die SIM-Karte zurück in mein Nokia gesteckt, mein erster Gedanke war: Das Gerät in unbedienbar.

Gehäuse

Bei einem Preis von 40 Eur (ohne Vertrag) muss man sich mit einem Kunststoffgehäuse zufrieden geben. Die Qualität finde ich trotzdem absolut in Ordnung, die Tasten haben einen vernünftigen Druckpunkt und die Beleuchtung ist auch gut. Sehr gut finde ich die flache Form, das F3 ist grade mal 9mm dick. Wäre es noch etwas kürzer und schmaler wäre es perfekt, aber darunter würden wohl Displaygröße und Tastenabstand zu sehr leiden.

Motorola Motofone F3

Display

Das F3 arbeitet mit einem Clear Vision(TM) Display, dieses funktioniert nicht Pixelbasiert, wie bei Handys üblich, sondern eher wie man es von Taschenrechnern gewohnt ist, mit vordefinierten Balken. Das Display ist sehr kontrastreich, lässt sich auch aus sehr flachen Winkeln noch ablesen und ist sogar bei schwacher Umgebungsbeleuchtung noch ablesbar, auch ohne dass die Hintergrundbeleuchtung aktiviert werden muss. Wenn mir irgendwas an dem Motofone F3 wirklich sehr gut gefällt ist es die Lesbarkeit des Displays, auch wenn man dafür auf die Features von Pixel-basierten Displays verzichten muss.

Funktionen

Keine Kamera, kein MMS, kein Bluetooth. Das Motofone F3 bietet eigentlich nur die Funktionen, die mein erstes Handy vor 7 Jahren schon hatte. Man kann telefonieren, als Adressbuch steht allerdings nur der Speicher auf der SIM-Karte zur Verfügung. SMS Lesen und Schreiben geht, in den Speicher, welcher auch auf der SIM-Karte ist, passen allerdings nur 10 Nachrichten, es gibt kein Wörterbuch, welches beim Schreiben hilft, und auf Grund des Displays siehts man immer nur maximal 6 Buchstaben gleichzeitig, dadurch muss man sich beim Lesen und besonders beim Schreiben von Nachrichten etwas mehr Konzentrieren als man gewohnt ist. Oben drauf gibt es dann noch einen Wecker und das war's. Telefonieren, Textnachrichten schreiben und einen Wecker, mehr bietet das Motofone F3 tatsächlich nicht.

Fazit

Schöne Form, Super Display, endlos lange Akkulaufzeit: Endlich ein Telefon, welches mit Telefonieren und viel SMS Schreiben trotzdem eine Woche hält ohne dass man den Akku aufladen muss. So lange Zeiten versprechen zwar auch die technischen Daten anderer Geräte, aber in der Praxis klappt das bei mir nie. Das N70 hält bei mir unter mäßiger Benutzung teilweise nur 3 Tage, hier kann das Motofone F3 ordentlich punkten. Etwas mehr Komfort bei der SMS Funtkion wäre allerdings gut gewesen.

"Weniger ist mehr" - bleibt die Frage, ob nicht vielleicht doch etwas zu wenig übergeblieben ist. Mittlerweile, nach drei Wochen, ist es allerdings so, dass ich nur noch das Motofone benutze, mein Nokia N70 liegt seit 2 Wochen unbenutzt rum.

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Veröffentlicht von Arne Brodowski am 18. Juni 2007, 10:54 in , , , , , , .


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